Betriebshof Kappel

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Im Jahr 1880 für die Pferdebahn in Betrieb genommen, ist er der älteste Betriebshof der Chemnitzer Straßenbahn. Auf dem Grundstück zwischen Feldschlößchenweg und Bachgasse entstand 1880 ein hölzerner Wagenschuppen mit 4 Gleisen der zwanzig Pferdebahnwagen beherbergen konnte. Daneben waren in diesem Gebäude Räumlichkeiten für die Werkstatt untergebracht. Ein Stallgebäude für 60 Pferde mit Hufschmiede, Futtermagazin, Geschirräume, Krankenstall sowie einem Dienstgebäude mit Kutscherstube und Wohnung wurden ebenfalls errichtet.

Mit Beginn des elektrischen Straßenbahnbetriebes entstand eine neue Wagenhalle mit vier Gleisen die 24 Motorwagen aufnehmen konnte.

Der Pferdestall diente nach dem Einbau von 6 Gleisen und einer Drehscheibe als Beiwagenremise. Platzprobleme durch immer mehr Neufahrzeuge führten zum Umbau des 1886 errichteten zweiten Pferdestalls zur Wagenhalle. Die Zufahrt erfolgte über eine Schiebebühne. 1899 wurde ein Hallenneubau mit 9 Gleisen sowie einer neuen Schiebebühne fertiggestellt. Doch erst eine zweischiffige Wagenhalle auf einem Nachbargrundstück lockerte ab 1908 die beengten Platzverhältnisse im Depot Kappel auf. Diese Halle konnte 64 Fahrzeuge aufnehmen.

Weitere kleinere Neu- und Anbauten entstanden in den folgenden Jahren. Neu erworbene Geländestücke erlaubten in den ersten Nachkriegsjahren die Errichtung weiterer Komplexe für den Werkstatt- und Verwaltungsbereich. Ab Februar 1953 übernahm der Betriebshof Kappel die Funktion der Straßenbahn-Hauptwerkstatt. Der bis dahin untergebrachte Straßenbahnfuhrpark wurde im Betriebshof Leninstraße (heute Heinrich-Schütz-Straße) untergebracht. Ab 1977 erfolgte hier auch die Hauptuntersuchung der regelspurigen Tatra-Straßenbahnwagen. Die Überführung der Fahrzeuge erfolgte mittels schmalspuriger Rollböcke, da die Hauptwerkstatt nicht über einen regelspurigen Gleisanschluß verfügte. Mit Beginn der Umspurung des Streckenastes Zentralhaltestelle - Schönau 1981, verlor die Hauptwerkstatt ihren Gleisanschluß. Die Überführung der Straßenbahnfahrzeuge zur Hauptwerkstatt erfolgte nun mittels Zugmaschine und Tieflader. Erst mit Eröffnung der umgespurten Straßenbahnlinie 1 am 1. August 1988, verfügte die Hauptwerkstatt wieder über eine Gleisanbindung; diesmal regelspurig.

1993 erfolgte im Betriebshof Kappel die Innbetriebnahme der ersten Chemnitzer Variobahn. Mit der Eröffnung des neuen Betriebshofes Adelsberg im Jahr 1995, wurde der BT Kappel als Hauptwerkstatt aufgegeben.

Heute ist im Betriebshof Kappel das Straßenbahnmuseum Chemnitz untergebracht.

 

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Pferdebahndepot Kappel 1886 (ca. 67 KB)
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Gleisbahn Betriebshof Kappel (ca.104 KB)
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Bildergalerie Betriebshof Kappel

 

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Schmiede 1930er Jahre

Schmiede Juni 2005

 

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Uhrenhaus 1920er Jahre

Uhrenhaus Mai 2005

 

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Alte Wagenhalle Anfang 1900

Alte Wagenhalle Juni 2006

 

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Neue Wagenhalle 1920er Jahre

Neue Wagenhalle Mai 2002