Letzte Gelegenheit den Stromlinienbus "Flöha" in seinem früheren Einsatzgebiet zu besichtigen


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Seit dem Frühjahr kann ein sehr individuelles Stück heimischer Verkehrsgeschichte im Straßenbahnmuseum Chemnitz besichtigt werden. Als Leihgabe gelangte in Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz (smac), dem Technik-Museum Berlin (TMB) sowie dem Straßenbahnmuseum Chemnitz ein besonderer Omnibus zeitweilig in sein früheres Fahrtengebiet zurück.

Der in Flöha ansässige Taxiunternehmer Guido Fritzsche baute sich um 1938 seinen eigenen Omnibus. Dies erfolgte in der damals hochmodernen rundlichen Stromlinienform. Dafür zog er ein ausgebranntes Fahrgestell eines Opel-Blitz Lieferwagens aus einem Steinbruch bei Oederan. Der Opel-Lieferwagen gehörte zuvor zur Fuhrpark Filiale des Kaufhauses Schocken in Chemnitz.

Mit dem Namen "Flöha" versehen war das Fahrzeug bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz. Mit dem Ende der Firma Fritzsche um 1964/65 wurde das Fahrzeug eingelagert und kam erst zu Beginn der 1980er Jahre wieder an Tageslicht. 1985 wurden die Reste des Omnibusses ins das damalige Berlin-West verkauft. Ab 1989 konnte der Omnibus restauriert werden.

Heute gehört der Stromlinienomnibus "Flöha" zum Fundus des Technik-Museum Berlin (TMB).

Wie bei jeder Leihgabe so geht auch der Ausflug des Omnibusses nach Chemnitz seinem Ende entgegen. Für Interessierte besteht an den Sonnabenden 13. und 20. Oktober letztmalig die Gelegenheit das Unikat im Straßenbahnmuseum Chemnitz zu besichtigen.