Geschichtlicher Abriß der Chemnitzer Straßenbahn
Der englische Ingenieur W. Roebuck erhält die Konzession zum Bau und Betrieb einer Pferdebahn.
Zwischen Centralbahnhof und Nicolaibrücke wird die erste Pferdebahnstrecke mit einer Spurweite von 3 ft (915 mm) eröffnet.
Der erste Betriebshof mit Wagenschuppen, Pferdestall, Futtermagazin und Dienstgebäude wird an der Zwickauer Straße in Kappel eröffnet.
Die Pferdebahn erreicht mit 7,15 km Streckenlänge die größte Ausdehnung.
Beginn des elektrischen Straßenbahnbetriebes auf den Strecken:
- Flurgrenze Altendorf - Markt - Bahnhof
- Holzmarkt - Rosenplatz
Abschluß der Elektrifizierung. Pferdebahn verkehrt bis 1898 nur noch in verkehrsschwachen Zeiten.
Linienkennzeichnung wird von Farbsymbolen auf Buchstaben umgestellt. Auf 43,24 km Streckenlänge verkehren folgende Linien:
A Altchemnitz - Furth
B Borna - Friedhof
F Friedhof - Altendorf
G Gablenz - Nikolaibrücke
H Hilbersdorf - Stadttheater
L Gasthaus Lohse - Hermannstraße
N Nikolaibahnhof - Hauptbahnhof
R Reichenbrand - Nikolaibrücke
R Schönau - Schlachthof
S Schönau - Neue Kasernen
Die Straßenbahn wird Eigentum der Stadt Chemnitz. Fahrzeugbestand: 129 Trieb- / 108 Beiwagen Neubaustrecken werden bereits mit einer Spurweite von 925 mm errichtet. (Schrittweise sollte so eine Spurweite von 1000 mm erreicht werden.)
Erste städtische Omnibuslinie zwischen Limbacher Straße / Werderstraße und Frauenklinik eröffnet. (Stillegung am 5.10.1922 wegen Unwirtschaftlichkeit.)
Wiederaufnahem des Omnibusverkehrs zwischen Limbacher Straße und Frauenklinik.
Einrichtung weiterer Omnibuslinien:
- Hauptbahnhof - Flemmingstraße / Landesanstalt, Kaßberg
- Hauptbahnhof - Makersdorf
Streckenlänge 14,1 km
Nach Abschluß des Fahrzeugbeschaffungsprogramms von 1927, befinden sich 226 Trieb- und 238 Beiwagen zur Personenbeförderung im Bestand der Straßenbahn.
Durch die Kriegshandlungen ruht der Straßenbahnbetrieb.
Wiederbeginn des Straßenbahnbetriebes nach dem 2. Weltkrieg.
Verkehrsbetrieb wird dem Kommunalen Wirtschaftsunternehmen (KWU) angegliedert.
Auflösung des KWU. Neue Firmenbezeichnung: VEB Verkehrsbetriebe der Stadt Chemnitz.
Start für das Umspurungsprogramm der Straßenbahn.
Der erste regelspurige Streckenabschnitt zwischen Altchemnitz/Harhau und Uhlestraße wird eröffnet.
Neue Betriebsbezeichnung: VEB Nahverkehr Karl-Marx-Stadt.
Fertigstellung der neuen Zentralhaltestelle im Stadtzentrum.
Einsatz der ersten T3D-Triebwagen.
Aufnahme des Traditions-Fahrbetriebes mit dem hist. Triebwagen 69 anläßlich 100 Jahre Straßenbahn.
Die Schmalspurstraßenbahnlinie 3 verkehrt nur noch zwischen Zentralhaltestelle und Rottluff. Der Streckenast Zwickauer Straße wird umgespurt.
Umstellung der letzten Schmalspurstraßenbahnlinie auf Omnibusbetrieb.
Umwandlung des Nahverkehrsbetriebes in eine Aktiengesellschaft - CVAG Chemnitzer Verkehrs-AG.
Anlieferung des ersten Niederflurtriebwagens (Variobahn). (Inbetriebnahme: 17.5.1994)
Eröffnung des neuen Betriebshofes Adelsberg.
Inbetriebnahme der umgebauten Zentralhaltestelle.
Eröffnung Regionalbahnlinie Chemnitz Hauptbahnhof - Stollberg. Erstmals verkehren Straßenbahnen in das Umland. Betrieben wird diese Linie durch die City-Bahn Chemnitz GmbH.
Mit Eröffnung des Streckenastes "Goetheplatz - Zentralhaltestelle" ist der Neubau der Straßenbahntrasse "Stollberger Straße" beendet. Die Straßenbahnlinie 4 verkehrt nun durchgängig vom Hutholz in das Stadtzentrum.
